Öffentliche Übernahmen

Gesellschaftsrecht

Übernahmen von börsennotierten Unternehmen finden im Unterschied zu den meisten privaten M&A-Transaktionen vor den Augen der Öffentlichkeit statt.

Für den Erwerber ist es wichtig, den Erfolg des Angebots sicherzustellen, sodass die angestrebte Beteiligungsquote zu einem angemessenen Preis erworben werden kann. Die Integration der Zielgesellschaft in den Konzern des Erwerbers soll nahtlos erfolgen und muss mit etwaigen Umstrukturierungsmaßnahmen nach Abschluss des Übernahmeverfahrens abgestimmt werden.

Aus Sicht der Zielgesellschaft stehen die Einhaltung der Organpflichten und die kapitalmarktrechtlichen Publizitätsvorschriften im Mittelpunkt. Das gilt in besonderem Maße für die zentrale Frage, ob das Management den Übernahmeversuch unterstützt (Friendly Takeover) oder sich dagegen positioniert (Hostile Takeover) und Abwehrstrategien in Betracht zieht. Beteiligte Aktionäre müssen entscheiden, ob sie ihre Beteiligung innerhalb oder außerhalb des Übernahmeverfahrens an den Erwerber übertragen oder behalten, und wollen sicherstellen, dass ihre Interessen vor, während und nach dem Übernahmeverfahren berücksichtigt werden.