ECHA legt Entwurf des Aktionsplans zur Stoffbewertung 2015 – 2017 vor

20.11.2014

Am 30.10.2014 hat die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) den Entwurf zur Fortschreibung des laufenden 3-Jahres-Aktionsplans für die Stoffbewertung 2015 - 2017 (CoRAP) veröffentlicht. Der Aktionsplan enthält 65 neu ausgewählte Stoffe und weitere 69 Stoffe aus dem laufenden Aktionsplan vom März 2014.

Der Entwurf ist zunächst an die zuständigen Behörden der Mitgliedsstaaten zu REACH und CLP (CARACAL) und den ECHA-Ausschuss der Mitgliedsstaaten (MSC) gerichtet. Der Entwurf wird nun bis voraussichtlich Februar 2015 bewertet und im Anschluss im März 2015 endgültig veröffentlicht.

Der Entwurf des angepassten Aktionsplans enthält entsprechend der bisherigen Struktur Angaben zum jeweiligen Stoff (einschließlich EC- bzw. CAS-Nummer), dem Jahr der geplanten Bewertung, den die Bewertung durchführenden Mitgliedstaat und die Gründe für die Aufnahme des Stoffes in den Aktionsplan (sog. „initial grounds of concern“).

Entsprechend der Vorgaben der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) dient die Stoffbewertung auf Basis des Aktionsplanes dazu, die Notwendigkeit etwaiger weitergehender regulatorischer Maßnahmen für die ausgewählten Stoffe zu überprüfen. Sollten die Gründe, die Anlass für die Aufnahme eines Stoffes auf den Aktionsplan waren, im Zuge der Bewertung nicht ausgeräumt werden können, werden Unternehmen, die den entsprechenden Stoff registriert haben, u.a. mit Entscheidungen über weitere Datenanforderungen zu rechnen haben.

Schon im Nachgang zu der Veröffentlichung des neuen Aktionsplans sollten Unternehmen, die dort gelistete Stoffe als Hersteller oder Importeur registriert haben, die möglichen Auswirkungen der Bewertung prüfen und ggf. auch frühzeitig mit den zuständigen nationalen Bewertungsstellen in Kontakt treten. Aber auch Unternehmen, die die entsprechenden Stoffe nicht registriert haben, jedoch z.B. in der Produktion verwenden, sollten die Entwicklungen sorgsam weiterverfolgen, um bei Bedarf etwa frühzeitig eine etwaig notwendig werdende Substitution benötigter Stoffe angehen zu können.