Filmförderung – Neue DFFF-Richtlinie in Kraft

10.03.2016

Mit Wirkung zum 1. März 2016 ist eine Neufassung der Richtlinie des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) in Kraft getreten, was zu Änderungen in der Förderpraxis führt.

Die neue Förderrichtlinie ersetzt die bislang für das Jahr 2016 lediglich vorläufig geltende Richtlinie und findet auf alle Anträge Anwendung, die bei der Filmförderanstalt (FFA) ab dem 1. März 2016 eingehen.

Eine wesentliche Neuerung bringt die nun gültige Fassung insbesondere für nachträgliche Überschreitungen der bei Antragstellung angegeben und anerkannten deutschen Herstellungskosten. Diese konnten bisher bis zur Höhe von 8 % der ursprünglich angegebenen Herstellungskosten rückwirkend berücksichtigt werden. Diese Möglichkeit entfällt nunmehr für alle Anträge ab dem 1. März 2016. Ferner kann die Frist zur Fertigstellung der Nullkopie bis zum bei Antragstellung angegebenen Zeitpunkt nur noch einmalig verlängert werden. Gelingt die Fertigstellung nicht in diesem Zeitraum, erlischt der Förderbescheid automatisch. Weitere Änderungen enthält die neue Richtlinie für den Antrag auf ratenweise Auszahlung sowie für die Berechnung des Herstellerhonorars bei internationalen Koproduktionen. Neu ist zudem, dass ein Förderantrag künftig erst nach einem obligatorischen Beratungsgespräch gestellt werden kann.

Die Einstiegsschwellen, ab denen eine Filmförderung grundsätzlich in Betracht kommt, blieben hingegen unverändert. So müssen die Herstellungskosten weiterhin bei Spielfilmen mindestens 1 Million Euro, bei Dokumentarfilmen mindestens 200.000 Euro und bei Animationsfilmen mindestens 2 Millionen Euro betragen.

Mit einem vorgesehenen Förderbudget von 50 Millionen Euro im Jahr 2015 ist der DFFF einer der wichtigsten Fördertöpfe für die nationale Filmwirtschaft. Inklusive Nachbewilligungen wurden 2015 sogar tatsächlich 61,4 Millionen Euro an insgesamt 107 Filmproduktionen (davon 36 internationale Koproduktionen) vergeben. So wurden u. a. der Horrorfilm „A Cure for Wellness” mit ca. 8,1 Millionen Euro und der Actionthriller “The Lake” mit 5 Millionen Euro gefördert.

 

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Practice Group:      Gewerblicher Rechtsschutz & Medien