Grenzübergreifende Insolvenzfälle in Brasilien, Deutschland und Russland

05.08.2015

Brasilien ist die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt und die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Einerseits wurden und werden weiterhin von zahlreichen multinationalen Konzernen Tochtergesellschaften in Brasilien gegründet und es wird dort weiterhin viel investiert. Andererseits werden auch brasilianische Unternehmen vermehrt im Ausland tätig und haben daher weltweit Vermögenswerte, Schuldner und Gläubiger. Angesichts der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage in Brasilien, kann diese Zunahme des internationalen Handels und der Investitionsströme zu komplexen grenzübergreifenden Insolvenzsituationen führen, die von den Gesetzen in Brasilien nicht erfasst werden, oder mit der dortigen Rechtsprechung nicht vereinbar sind, was beispielsweise bei parallel in mehreren Jurisdiktionen geführten Verfahren zu einer Gläubigerdiskriminierung führen kann.

Russland steht vor ähnlichen Herausforderungen. Unternehmen, die in Russland Geschäftspartner haben oder sich in Russland über eine russische Tochtergesellschaft geschäftlich betätigen, sollten bestimmte Vorschriften des russischen Insolvenzrechts beachten. Deutschland weist hingegen eine niedrige Zahl von Unternehmensinsolvenzen auf und ist gleichzeitig für seine Effizienz bei der Lösung von Insolvenzfällen bekannt und belegt nach der World Bank Group weltweit den dritten Platz. Für Schuldner mit Geschäftsverbindungen zu Deutschland kann somit die Verhandlung ausländischer Insolvenzfälle durch deutsche Gerichte von besonderem Interesse sein.

Vor diesem Hintergrund möchten wir uns in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters mit den besonderen Herausforderungen in grenzübergreifenden Insolvenzfällen in Brasilien und in Russland und dem besonderen Fall der Anerkennung in Deutschland von brasilianischen Restrukturierungs- und Liquidationsverfahren vor Gericht beschäftigen.  

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