Strategien im internationalen Kartellrecht: Die wachsende Bedeutung des In-house Counsel

11.06.2015

 

Die Einbindung der Rechtsabteilungen in die Unternehmensstrategien gewinnt angesichts des Marktdrucks, der immer komplexeren regulatorischen Anforderungen und des verstärkten Interventionismus der Politik zunehmend an Bedeutung. Da die nationalen und supranationalen Kartellbehörden zunehmend aktiver werden, sehen sich die Entscheidungsträger in den Unternehmen mit wachsender Rechtsunsicherheit, Projektverzögerungen und unvorhergesehenen Risiken konfrontiert. In einer vom internationalen Kanzleinetzwerk Lex Mundi erarbeiteten Management-Summary werden die internationalen Herausforderungen beschrieben, denen sich Unternehmensjuristen aufgrund der weltweit zunehmend aktionistischen und immer anspruchsvolleren wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen stellen müssen, und wie es den Unternehmensjuristen gelingt, diese Herausforderungen zu meistern.

Auf dem Lex Mundi Summit 2014 in Amsterdam diskutierten Unternehmensjuristen und Vertreter von Lex Mundi-Kanzleien die fünf wichtigsten Trends im internationalen Kartellrecht:

  • die Globalisierung des Kartellrechts,
  • die sich daraus ergebende Fragmentierung der Vollstreckungsmaßnahmen,
  • die Ausweitung der Kompetenzen,
  • die zunehmende Kooperation zwischen den Kartellbehörden sowie
  • der Anstieg der Zahl der Kartellrechtsstreitigkeiten.

Im Verlauf des Lex Mundi Summits arbeiteten die Teilnehmer drei sich aus diesen Trends ergebende wichtige Punkte heraus. Zunächst müssen die Unternehmensjuristen mit den sich ständig ändernden politischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen Schritt halten, durch die die Entscheidungen und die Herangehensweisen der nationalen Kartellbehörden beeinflusst werden. Zum Zweiten ist eine effizientere Koordination in kartellrechtlichen Fragen erforderlich, um Verzögerungen oder Spillover-Effekte zwischen den einzelnen Rechtsordnungen zu vermeiden. Zum Dritten müssen die in den Unternehmen mit kartellrechtlichen Fragen befassten Justiziare in einem früheren Stadium in die Strategieplanungen des Unternehmens eingebunden werden, damit Herausforderungen früh erkannt und auf effizientere Weise angegangen werden können.

Das Management-Summary zu den Diskussionen und Ergebnissen des Lex Mundi Summit 2014 können Sie hier anfordern.

Sollten Sie hierzu weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit Prof. Dr. Karsten Metzlaff oder Peter Stauber auf.