Noerr weiter auf Wachstumskurs

26.03.2015

Umsatz klettert auf 197 Millionen Euro/Digitaler Wandel im Fokus
Mit einer erneuten Umsatzsteigerung hat die Wirtschaftskanzlei Noerr das Geschäftsjahr 2014 erfolgreich abgeschlossen. Sie setzte damit ihren langjährigen Wachstumskurs weiter fort, der seit 2010 den Umsatz um 41 Prozent klettern ließ.

Kanzleiweit erwirtschaftete Noerr 2014 insgesamt 197,2 Millionen Euro (Vorjahr: 184,5 Millionen Euro). Der Umsatz legte damit um sieben Prozent zu. Noch stärker fiel das Wachstum im deutschen Rechtsberatungsmarkt aus. Mit einem Plus von neun Prozent erzielte die Kanzlei hier einen Umsatz von 177,9 Millionen Euro (Vorjahr: 163,3 Millionen Euro). An den Standorten in Mittel- und Osteuropa war das Geschäft dagegen rückläufig. Hier setzte die schwierige Situation in Russland und der Ukraine dem Geschäft zu. Der Umsatz in der Region fiel um neun Prozent auf 19,3 Millionen Euro (Vorjahr: 21,2 Millionen Euro).

Bestätigung der Strategie

„Wir haben den positiven Schwung aus 2013 ins Jahr 2014 mitgenommen“, sagt Alexander Ritvay. Der Co-Sprecher weist darauf hin, dass es Noerr wiederum gelungen ist, den Umsatzsprung des Vorjahrs zu konsolidieren und nochmals zuzulegen. „Dies bestätigt unseren Ansatz, vornehmlich in den qualitativen Ausbau unseres Geschäfts zu investieren.“

Bereits seit einigen Jahren konzentriert Noerr sich auf qualitatives Wachstum in strategischen Wachstumsfeldern. So zählte im Bereich Corporate die Beratung beim Aufbau einer globalen Fashion-Holding zu den herausragenden Mandaten des Jahres: Ein Team der Kanzlei koordinierte für die Bigfoot GmbH den Zusammenschluss von fünf führenden internationalen Internetmodeunternehmen zu der mit 2,7 Milliarden Euro bewerteten „Global Fashion Holding“. Die rechtliche Begleitung des globalen Baustoffkonzerns Cemex bei einem internationalen Beteiligungstausch mit dem Wettbewerber Holcim stellte ein weiteres bedeutsames Mandat in diesem Bereich dar. 

Zum Umsatzwachstum trugen 2014 außerdem die steuerliche Beratung, Litigation sowie vertriebsrechtliche und Real-Estate-Mandate besonders bei. Die Noerr Real Estate Investment Group knüpfte dabei abermals an die Erfolge der Vorjahre an und war mit der Beteiligung an vier der Top-10-Transaktionen Marktführer in Deutschland (Quelle: Thomas Daily). Überdurchschnittlich stark nachgefragt war auch der Rat der Practice Group Litigation. So vertrat Noerr 2014 erfolgreich die Kommunalen Wasserwerke Leipzig vor dem High Court in London. Der Streit um sogenannte Credit Debt Obligations (CDOs) zählte laut dem Fachblatt „The Lawyer“ zu den Top-20-Verfahren des vergangenen Jahres in London.

Auch für die Practice Group Vertriebssysteme verlief das Geschäftsjahr besonders erfolgreich. Die Group konnte u.a. Daimler und die Fiat Gruppe im KFZ-Vertriebsrecht als neue Mandanten gewinnen. Für einen internationalen Modehersteller entwickelte die Kanzlei zudem ein zukunftsweisendes Omni-Channel-Retailing-System. Schließlich sorgte im Steuerrecht neben der Compliance-Beratung das transaktionsbegleitende Geschäft im internationalen Umfeld für ein weit überdurchschnittliches Umsatzwachstum.

„Insbesondere der Erfolg auf internationaler Ebene belegt erneut, dass unabhängige Wirtschaftskanzleien mit Fokus auf Beratung im High-End-Segment auf starke Mandantennachfrage stoßen“, sagt Co-Sprecher Tobias Bürgers. Dabei verfolgt Noerr einen nachfrageorientierten, integrierten Beratungsansatz, dessen besonderer Mehrwert darin liegt, dass hoch qualifizierte Experten unterschiedlicher Bereiche aus einer Hand Lösungen und Projektsteuerung anbieten.

Vorbereitet auf den digitalen Wandel der Wirtschaft

„Neben der fortschreitenden Internationalisierung erwarten wir, dass der digitale Wandel der Wirtschaft zukünftig in immer stärkerem Maße für Beratungsbedarf sorgen wird“, betont Tobias Bürgers, „denn der technische Fortschritt verändert die Strukturen und Wertschöpfungsketten der Unternehmen.“ Alexander Ritvay ergänzt: „Vor dem Hintergrund der technologischen Umwälzungen erwarten Mandanten von Wirtschaftskanzleien eine alle Aspekte umfassende Beratung. Mit unserem integrierten Beratungsansatz, der gerade auch Felder wie Datenschutz, IP- und IT-Recht einschließt, sind wir schon heute hervorragend im Markt positioniert.“

Im Geschäftsjahr 2014 vertiefte Noerr zudem das Engagement in der Berliner Startup-Szene. Gemeinsam mit den DAX-Konzernen Henkel und RWE gründete die Kanzlei das German Tech Entrepreneurship Center (GTEC). Angesiedelt ist die neue Gründungs-Plattform an der ESMT European School of Management and Technology. Weitere Gründungspartner sind die Siegmund Kiener Stiftung sowie die Globumbus Stiftung. „Wir sind im Bereich Venture Capital seit Jahren erfolgreich tätig. Das Engagement für das GTEC und das Bekenntnis zum Standort Berlin ist uns ein besonders Anliegen“, sagt Alexander Ritvay.

Beim Personal verzeichnete die Kanzlei 2014 ein moderates Wachstum. Zum Stichtag 31.12.2014 stieg die Zahl der Professionals kanzleiweit um 3,7 Prozent auf 506 an (Vorjahr: 488). In Deutschland lag die Zahl bei 407 Professionals (Vorjahr: 376), ein Anstieg um 8,2 Prozent. Die gesamte Mitarbeiterzahl legte um 4,1 Prozent auf 1.083 zu (Vorjahr: 1.040), in Deutschland um 7,1 Prozent auf nun 904 (Vorjahr: 844).

Die Fachpresse würdigte die erfolgreiche Entwicklung erneut mit mehreren Auszeichnungen. So ernannte der JUVE-Verlag Noerr u.a. zur „Kanzlei des Jahres“ sowie zur „Kanzlei des Jahres für M&A“, Legal Business wählte Noerr zur „International Firm of the Year“ und The Lawyer zur „Law Firm of Year 2015: Germany“.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Noerr erneut ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.