Fresenius wird größter Klinikbetreiber in Europa - Noerr begleitete umfangreiches Fusionskontrollverfahren

12.03.2014

Die Fresenius SE & Co. KGaA hat 38 Kliniken sowie elf Medizinische Versorgungszentren (MVZ) von der Rhön-Klinikum AG erworben. Mit ihrer Konzerntochter Helios Kliniken GmbH wird Fresenius damit zum größten Klinikbetreiber in Europa. Ein Team der internationalen Wirtschaftskanzlei um die Berliner Kartellrechtler Prof. Dr. Karsten Metzlaff und Dr. Fabian Badtke begleitete die Transaktion fusionskartellrechtlich in dem umfangreichen sechsmonatigen Fusionskontrollverfahren vor der EU-Kommission in Brüssel und dem Bundeskartellamt. Es handelt sich wohl um die größte Klinikfusion, die jemals von einer Kartellbehörde zu prüfen war. Die Transaktion wurde Ende Februar ohne Auflagen und Bedingungen freigegeben. Der Kaufpreis beträgt circa drei Milliarden Euro.

Mit dem Erwerb hat Fresenius die Basis geschaffen, um in Deutschland flächendeckend integrierte Versorgungskonzepte anzubieten: Zur Helios Kliniken-Gruppe zählen nun 110 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sechs Maximalversorger, 47 MVZ, fünf Reha-Zentren, fünf Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 44.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2013 erwirtschaftete Helios einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Berater Fresenius SE & Co. KGaA/ Helios Kliniken GmbH: Noerr LLP
Karsten Metzlaff, Fabian Badtke (gemeinsame Federführung), Hanno Schaper (alle Regulatory & Governmental Affairs, Berlin)