Restrukturierung des Weltbild-Filialgeschäfts auf gutem Weg - Gläubiger nehmen Insolvenzplan einstimmig an

11.07.2014

Die Restrukturierung des Filialgeschäfts der Verlagsgruppe Weltbild ist auf einem guten Weg: Am 9. Juli 2014 haben die Gläubiger der Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG (Weltbild Plus) einstimmig die Annahme des Insolvenzplans beschlossen. Der Plan ist gemeinsam von den Weltbild Plus-Geschäftsführern, Sachwalter Christian Plail (Schneider Geiwitz & Partner), Roland Berger Strategy Consultants GmbH und der Noerr-Gruppe erarbeitet worden.

Das eindeutige Votum der Gläubiger zu dem Insolvenzplan ist eine gute Grundlage, um die Sanierung des Filialgeschäfts erfolgreich weiter zu betreiben. Damit geht Weltbild Plus gestärkt aus der Insolvenz hervor.

Weltbild Plus war von der Insolvenz ihrer Hauptlieferantin, der Verlagsgruppe Weltbild GmbH (VGW), in erheblichem Maße betroffen. Die Forderungen der VGW für Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf ca. 36 Millionen Euro. Mit 1400 Mitarbeitern erzielte Weltbild Plus zuletzt einen Jahresumsatz von 135 Millionen Euro.

Am 10. Januar dieses Jahres hatte die VGW die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen beantragt. In der Folgezeit wurde das Joint Venture zwischen der Hugendubel-Gruppe und der VGW – das Gemeinschaftsunternehmen DBH KG – aufgelöst. Als Tochterunternehmen der DBH hatte Weltbild Plus das Filialgeschäft der VGW betrieben. Nach Auflösung des Joint Ventures wurde die VGW über eine Zwischengesellschaft Alleingesellschafterin der Weltbild Plus.

In Abstimmung mit  dem Insolvenzverwalter der VGW wurde am 21. Februar 2014 die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO bei der Weltbild Plus, verbunden mit dem Antrag auf Eigenverwaltung, beantragt. Die Bescheinigung nach § 270b InsO wurde von Roland Berger erstellt. Nach Eröffnung des Schutzschirmverfahren wurde Christian Plail aus der Kanzlei Schneider Geiwitz zum Sachwalter ernannt. In der Folgezeit erstellten Sachwalter Christian Plail, Roland Berger und Noerr gemeinsam mit den Weltbild Plus-Geschäftsführern den Insolvenzplan. Am 28. April wurde schließlich das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.

Sowohl im Vorfeld als auch parallel zur Erarbeitung des Insolvenzplans beriet das Noerr-Team die Geschäftsführung umfassend bei der Fortführung des operativen Geschäfts in der Krise, bei der Vermeidung von Haftungstatbeständen und den erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen.

Berater Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG:

Schneider Geiwitz & Partner:

Rechtsanwalt Christian Plail (Sachwalter), Rechtsanwalt Matthias Räupke

Roland Berger Strategy Consultants GmbH:

Dr. Christian Fischer, Jan Quadflieg

Noerr-Gruppe:

Noerr LLP: Dr. Christoph Schotte (Federführung), Benedikt Neumaier (beide Insolvenzrecht, München)

Noerr Consulting AG: Andreas Sand, Christian Witter