Industrie 4.0: Digitale Wirtschaft – analoges Recht?

Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts – sollten sie deshalb rechtlich unter Eigentumsschutz stehen? Für Prof. Dr. Peter Bräutigam, Experte für  IT-Recht und Partner der Wirtschaftskanzlei Noerr, ist das vorerst keine Option: „Neue digitale Innovationen, Anwendungen und Geschäftsmodelle leben von frei verfügbaren und nutzbaren Daten. Voreilige Regelungen von Eigentumsrechten an Daten sind kontraproduktiv“, sagte er am Donnerstag auf einem Panel der Konferenz „Industrie 4.0: Digitale Wirtschaft – analoges Recht?“ in Berlin. Eingeladen hatten der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Noerr. Wichtiger sei ohnehin etwas anderes: „Unterschiedliche nationale Regulierungen bremsen die Industrie 4.0 aus. Ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen – betreffend insbesondere Haftung, Datenschutz und Cloud Computing – wäre ein echter Innovationsturbo“, erläuterte Bräutigam.